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Ratgeber

Hand-Fuss-Mund-Krankheit (HFMK): Ursachen, Symptome und Behandlung bei Kindern

Dr. med. Christine Stettner

Dr. med. Christine Stettner

17. März 2026

lesezeit

5 min

Die Hand-Fuss-Mund-Krankheit (HFMK) ist eine weit verbreitete Virusinfektion, die vor allem bei kleinen Kindern auftritt. Obwohl sie in den meisten Fällen harmlos verläuft, kann sie aufgrund ihrer hohen Ansteckungsgefahr und der unangenehmen Symptome für Betroffene und ihre Familien eine Herausforderung darstellen. Wir haben mit Dr. med. Christine Stettner, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin in unserer Kinder-Permanence, gesprochen, um Ihnen einen Überblick über Ursachen, Symptome und Verlauf der Erkrankung zu geben.

Was sind die Ursachen der Hand-Fuss-Mund-Krankheit (HFMK) und wie erfolgt ihre Übertragung?

Die Hand-Fuss-Mund-Krankheit (HFMK) ist eine meist harmlose, jedoch ansteckende und weit verbreitete virale Erkrankung, die hauptsächlich durch Coxsackie-Viren (meistens Typ A16) und Enteroviren (häufig EV71) verursacht wird und vor allem bei Kindern unter zehn Jahren auftritt. In der Schweiz gibt es regelmässig Ausbrüche, insbesondere in Kindergärten, Schulen und anderen Gemeinschaftseinrichtungen, wo Kinder engeren Kontakt haben. Statistiken über die genaue Verbreitung oder Häufigkeit von HFMK in der Schweiz können variieren, da es keine gesetzliche Meldepflicht dafür gibt. 

Eltern und Betreuende sollten sich bewusst sein, dass HFMK hoch ansteckend ist und Hygienemassnahmen sowie die Isolation infizierter Kinder wichtig sind, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Die Viren verbreiten sich durch den direkten Kontakt mit Nasen- und Rachensekreten, Bläschenflüssigkeit, Speichel oder Stuhl einer infizierten Person. Auch kontaminierte Oberflächen und Gegenstände können eine Ansteckungsquelle sein.

Was sind die Symptome der Hand-Fuss-Mund-Krankheit (HFMK) und wie sieht der Verlauf aus?

Zu den ersten Symptomen der HFMK zählen Fieber, Appetitlosigkeit, Halsschmerzen und allgemeines Unwohlsein. Nach ein bis zwei Tagen entwickelt sich ein nicht juckender Hautausschlag mit flachen oder erhöhten roten Flecken, manchmal mit Bläschenbildung. Meist sind Hände und Füsse betroffen, der Ausschlag kann aber auch im Mund (an Zunge, Zahnfleisch und Wangeninnenseiten), am Gesäss oder im Genitalbereich, an den Knien oder Ellbogen auftreten. Die Symptome treten in der Regel drei bis sieben Tage nach der Infektion auf, und die HFMK dauert in der Regel sieben bis zehn Tage. Die Krankheit verläuft normalerweise mild und fast alle Patientinnen und Patienten erholen sich innerhalb von fünf bis sieben Tagen ohne ärztliche Behandlung.

Welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen bei der Hand-Fuss-Mund-Krankheit (HFMK)?

Prinzipiell ist die HFMK eine harmlose, relativ rasch und selbständig abheilende Erkrankung. Eine spezifische Therapie ist nicht erforderlich. Man behandelt die Symptome, das heisst das Fieber mit fiebersenkenden Medikamenten wie Ibuprofen und Paracetamol. Diese Medikamente wirken zudem schmerzlindernd, insbesondere wenn die Kinder Aphten (schmerzhafte, entzündete Geschwüre) im Mund aufweisen. Zusätzlich kann man Lokalanästhetika direkt in den Mund geben in Form von Gels, Spray oder Lutschtabletten. Entscheidend ist, dass das Kind genug trinkt.

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