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Tätigkeitsbericht 2025

Jahresrückblick der Stiftungsdirektorin: Das war unser 2025

Dr. phil.  Regine Strittmatter

Dr. phil. Regine Strittmatter

1. Januar 1970

Das Jahr 2025 war für die Gesundheitswelt Zollikerberg ein Jahr der wirtschaftlichen Stabilisierung und der konsequenten Umsetzung strategischer Transformationsschritte. Nach zwei schwierigen Jahren konnte wieder ein positives konsolidiertes Ergebnis erzielt werden. 

Auf der Ertragsseite zeigte sich eine insgesamt stabile bis positive Entwicklung. Der Betriebsertrag konnte gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden, unter anderem durch die Weiterentwicklung des ambulanten Bereichs sowie die Integration und Konsolidierung der Fachpraxen.

Im operativen Kerngeschäft blieb die Gesundheitswelt Zollikerberg stark gefordert. Das Spital Zollikerberg behandelte im Jahr 2025 insgesamt fast 77 000 Patient:innen, davon 11 775 stationär und 65 207 ambulant. Mit dem Ziel einer exzellenten Grundversorgung sind wir für Menschen in der Region vom Lebensanfang bis zum Lebensende mit unseren medizinischen Schwerpunkten da – insbesondere in den Bereichen Frauenmedizin, Neonatologie, Onkologie, Wirbelsäulenchirurgie, Akutgeriatrie und Palliativmedizin. Die hohe Nachfrage bestätigt die bedeutsame Rolle des Spitals in der regionalen Gesundheitsversorgung.  Mit den spezialisierten Fachpraxen im Bereich Onkologie und Wirbelsäulenmedizin hat das Spital sein ambulantes Angebot systematisch ausgebaut. Ein weiterer Schritt ist der Umzug der Frauenpermanence und des Brustzentrums in das Haus zum Falken am Stadelhofen.

Die Angebote der beiden Altersresidenzen Neumünster Park und Alterszentrum Hottingen mit über 220 Wohnungen und bedarfsgerechten Dienstleistungen sind stark nachgefragt. Das Institut Neumünster entwickelt sich konsequent weiter wie die Implementierung zweier neuer Fachbereiche – «nachhaltige Gesundheitsversorgung» und «Spiritual Care» – zeigen. Eine wesentliche Veränderung im Berichtsjahr stellte die Schliessung des Pflegehauses Magnolia dar. Das Wohn- und Pflegehaus Magnolia war drei Jahrzehnte ein vertrautes Zuhause, ein Ort der Fürsorge, des Miteinanders und der professionellen Betreuung und Pflege. Ein Bündel verschiedener Entwicklungen und nicht zuletzt die Tatsache, dass ein Neubau notwendig geworden wäre, hat nach langem Abwägen schliesslich zur Entscheidung geführt, das Pflegehaus zu schliessen.

Auf der Aufwandseite gelang es, den Kostenanstieg deutlich zu begrenzen, wodurch sich die operative Ertragskraft der Stiftung insgesamt verbesserte. Diese Entwicklung spiegelt die Wirkung der eingeleiteten Effizienz- und Steuerungsmassnahmen wider und ist auch das Resultat eines breit abgestützten Massnahmenpakets in allen Betrieben der Gesundheitswelt Zollikerberg. Ein wesentlicher Hebel war die betriebsübergreifende Optimierung zentraler Prozesse und Strukturen. Im Fokus standen dabei insbesondere das Ressourcen- und Kapazitätsmanagement sowie die Weiterentwicklung von Einkaufs-, Gastronomie-, Reinigungs- und Logistikprozessen. Zudem wurden bestehende Leistungsangebote systematisch hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Bedarfsgerechtigkeit und strategischer Relevanz überprüft und weiterentwickelt. Im Spital konnten dank grossem Effort aller Mitarbeitenden Temporärstellen weitgehend abgebaut werden.

Auch im Bereich Organisation und Steuerung wurden 2025 weitere Schritte zur Professionalisierung umgesetzt. Die Führungs- und Controllinginstrumente wurden weiterentwickelt, mit dem Ziel einer einheitlicheren und transparenteren Gesamtsteuerung der Stiftung. Gleichzeitig wurden die Voraussetzungen für eine stärkere Digitalisierung zentraler Supportprozesse weiter ausgebaut. Grosse Projekte wie beispielsweise die Einführung von Tardoc benötigten ausserordentliche Ressourcen parallel zum anspruchsvollen «courant normal».

Der rote Faden durch alle Entwicklungen der Gesundheitswelt Zollikerberg ist der Wille, bestmögliche fachliche Qualität mit einer konsequenten Menschenorientierung zu verbinden und gleichzeitig den strukturellen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Gesundheitsversorgung erfolgreich zu begegnen. Die Stiftung verfolgt dabei mit ihren Betrieben konsequent die definierten strategischen Handlungsfelder. Diese wurden durch Stiftungsrat und Stiftungsleitung für die Strategieperiode 2026-2030 im Berichtsjahr neu definiert. Im Zentrum stehen erfolgreiche exzellente Grundversorgung, ausgezeichnete Arbeitsbeziehungen, Bildung, Entwicklung und Innovation sowie Digitalisierung für beste Fachlichkeit, Effizienz und Mitmenschlichkeit.

Trotz der wirtschaftlichen Stabilisierung bleibt die Umsetzung der strategischen und operativen Veränderungen für alle Mitarbeitenden mit hohen Anforderungen verbunden. Die erzielten Fortschritte sind nur dank dem grossen Engagement, der hohen Fachlichkeit und der ausgeprägten Leistungsbereitschaft der über 1500 Mitarbeitenden möglich. Dabei stehen die Bedürfnisse der Menschen, die sich uns anvertrauen, immer im Zentrum von Kopf, Herz und Hand. Unsere Mitarbeitenden und unsere Kooperationspartnerinnen und -partner tragen entscheidend dazu bei, dass die Gesundheitswelt Zollikerberg ihre Versorgungsaufgabe in einem anspruchsvollen Umfeld zuverlässig erfüllen, wir uns konsequent weiterentwickeln können und auf das Vertrauen der Bevölkerung zählen dürfen.

Portraitfoto

Dr. phil. Regine Strittmatter

Stiftungsdirektorin

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